| Es gibt einen entscheidenden
Unterschied zwischen normalen Modellbausätzen und Miniatur-Bausätzen:
Die Miniatur-Bauteile sind winzig klein! Die kleinsten Teile können
0.5 x 0.5 x 0.5 mm klein sein. Spezialisten verbauen sogar nur halb
so grosse Teile. Diese Winzigkeit ist der wichtigste Aspekt beim
Herrichten eines idealen Arbeitsplatzes. Werkzeuge, Möblierung
und Beleuchtung müssen dafür optimiert sein.


Der Boden
Garantiert fällt ein kleines, wichtiges
Bauteil irgendwann einmal auf den Boden und man findet es nie wieder.
Daher sollte der Boden ohne Teppich oder offene Fugen sein. Idealerweise
einfarbig hell, am besten mit Steinplatten oder Laminat. Natürlich
muss der Boden immer blitzblank sauber sein. Bastelabfälle
gehören direkt in den Papierkorb, nicht auf den Boden.



Der Tisch
Die Tischplatte sollte hell und glatt sein,
ohne Musterung. Eine einfache laminierte Spanplatte ist wunderbar.
Die Tischplatte sollte auf Brusthöhe oder sogar auf Schlüsselbeinhöhe
sein. Haben Sie keinen solchen Tisch, so legen Sie einfach einige
dicke Bücher auf den Küchentisch und eine kleine laminierte
Spanplatte darauf. Versuchen Sie den Tisch so aufgeräumt und
leer wie möglich zu halten.

Die Ablagen
Einige flache Plastikschalen (leere Dessertbecher
usw.) dienen als Behältnis für die winzigen Bauteile.
Damit kein Staub auf die Teile kommt, sollten die Schalen über
Nacht zugedeckt werden.

Die Beleuchtung
Je heller es ist, desto schärfer können
wir sehen. Der Arbeitsplatz sollte daher möglichst hell ausgeleuchtet
sein. Am Tage durch indirektes Sonnenlicht und einer flexiblen Schreibtischlampe.
Abends durch mindestens zwei Schreibtischlampen. Direktes Sonnenlicht
sollte nicht auf den Arbeitsplatz fallen, da sonst Klebstoffe und
Farbtuben schnell zähfliessend werden und dann unbrauchbar
sind.

Die Werkzeuge
Wenn im Bausatz die Teile bereits vorgefertigt
sind, so braucht es nur wenige Werkzeuge. Diese sollten so fein
und präzise wie möglich sein. Hier eine Auflistung von
wichtigen Werkzeugen und Verbrauchsmaterialien:
Pinzette: Am besten mit flachem, breitem Spitz,
ähnlich einem Entenschnabel.
Nadel: Am besten mit Holzgriff: Ein unentbehrliches Werkzeug um
Leim in kleinsten Mengen aufzutragen.
Messer: Wir empfehlen eine Rasierklinge, das schärfste und
genauste Schneidewerkzeug überhaupt.
Schneideunterlage: Eine glatte harte Fläche genügt.
Schere: Eine sehr feine, spitz zulaufende Schere ist unentbehrlich.
Sehr feiner Pinsel: Für zusätzliche kleine gemalte Details.
Feiner Pinsel: Für das Altern von fertig bemalten Teilen.
Bleistifte: Ein harter und ein weicher Bleistift.
Massstab: Ein Metall-Massstab mit Millimeter-Einteilung.
Schleifpapier: Kleine Stücke Schleifpapier mit einer Körnung
von etwa 320 genügen.
Leim: Normaler Haushalt-Weissleim, glasklar trocknend. Er sollte
frisch sein.

Elektrische und spezielle Geräte
Diese sind nur hilfreich wenn man Miniaturen
von Grund auf selber baut. Bei Bausätzen mit vorbereiteten
Teilen sind sie unnötig. Die nützlichsten Geräte:
Kleiner Bohrschleifer: Als Handgerät oder
an einem Bohrständer.

Kleine Tischkreissäge: Für saubere,
gerade Schnitte.

Kleine Bandsäge: Für grössere
Holzstücke.

Schleifteller: An einer Bohrmaschine oder an
der Tischkreissäge.

Zieheisen: Zur Herstellung von dünnsten
Stäbchen.

Leistenschneider: Für das präzise
und saubere Zuschneiden von kleinen Holzteilen.

Musik
Damit man beim Arbeiten mit winzigen Teilen nicht zittert, sollte
man innerlich wirklich entspannt sein. Sanfte Musik wirkt dabei
wahre Wunder. Eine Musikanlage gehört zur Einrichtung eines
idealen Arbeitsplatzes.

|